Swim & Run Cologne 2013 – Rennbericht

swim_runSelten habe ich vor einem Wettkampf so mit mir gehadert. Gestern fielen die Temperaturen in den einstelligen Bereich, dazu öffnete der Himmel seine Schleusen, dass es eine wahre Freude war. Jedenfalls für alle die Leute, die nicht am nächsten Morgen in einen See hopsen wollten. Die Wetterprognose meines Telefons machte mir die Entscheidung nicht leichter… Satte 8 Grad für Köln, dazu Regen und Gewitter mit Sturmböen. Noch Fragen?

IMG_6992Gegen Abend war dann aber klar, ich fahre hin und entscheide vor Ort (kleine Selbstverarschung;-) Wer fährt denn nach Köln und startet dann nicht?!) Angenehm die Startzeit: 11:15 Uhr für die Langdistanz – so etwas liebe ich. In Köln angekommen zeigten sich dann aufmunternde 6 Grad auf dem Autothermometer, immerhin regnete es nicht. Startunterlagen abgeholt, noch etwas mit den Kollegen geschnackt. Alles mittlerweile Routine, schließlich war ich schon zum fünften Mal da.

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Kalte Füße…

09-05

Ja, wie das immer so ist… Auf einmal ging alles ganz schnell. Man arbeitet und trainiert so dahin, und plötzlich steht der erste Wettkampf vor der Tür. Der Swim & Run Cologne 2013. Es gibt da nur ein kleines Problem: Ich stehe wirklich überhaupt nicht auf kaltes Wasser. Gerade davon wird mich am Sonntag aber eine ganze Menge erwarten.

Das der Fühlinger See sich in den letzten Wochen nicht besonders aufgeheizt hat, ist die eine Sache. Das der Veranstalter die Wassertemperatur vor drei Tagen mit 15, heute mit 18 Grad angibt, ist aber schon relativ frech. Hat sich in Köln unbemerkt der Himmel aufgetan, oder haben die da über Nacht den Tauchsieder reingehalten?

Bildschirmfoto 2013-05-09 um 21.40.25

Alles Blödsinn. Glücklicherweise war ein Teamkollege heute am und im Fühlinger, unglücklicherweise ist die tatsächliche Wassertemperatur bei genau 15 Grad! So. Da hat wohl jemand Angst, dass ihm reihenweise die Athleten abspringen. Erzählen wir denen einfach mal, es seien 18 Grad und das mit steigender Tendenz. Na super, dann haben wir am Sonntag ja angenehme 20 Grad.

Nun hilft das ganze Gejaule herzlich wenig, am Sonntag heißt es rein in den Teich. Ein Riesenglück für mich, dass ich in diesem Jahr nicht wie sonst die 12 Kilometer schwimme, sondern “nur” die 4 und mich dann ordentlich warm laufen kann. Viel tun kann ich ohnehin nicht. Ich werde meinen dickeren Neo schwimmen, dazu die so unglaublich stylische Neoprenkappe mit Kinnriemen und Silikonkappe darüber. Lieber behämmert aussehen als sich die Rübe abfrieren. Vielleicht läuft es ja auch besser als erwartet, und trödeln werde ich mit Sicherheit nicht:-)

In den letzten Tagen war ich noch zweimal im Wasser, habe Technik und Speed trainiert. Tatsächlich konnte ich heute noch eine 6:37 auf 500m schwimmen, für mich eine wirklich ordentliche Zeit. Von daher alles gut. Gelaufen bin ich ebenfalls recht regelmäßig, auf meinem Weg zum Rheinsteig sollten die 21 Kilometer am See drin sein. Dann wollen wir jetzt mal hoffen, dass wenigstens das Wetter außerhalb des Wassers einigermaßen wird (die Vorhersagen sind leider auch hier eher bescheiden). Da fällt mir ein… die mittlere Wassertemperatur einer bei Langstreckenschwimmern sehr beliebten Wasserstraße liegt auch nur bei 16 Grad. Ich simuliere einfach 4 Kilometer Ärmelkanal!

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Coole Sau der Woche…

Womit habt ihr als Achtjährige eure Zeit verbracht? Jackson Goldstone fährt, nein heizt den “Dirt Merchant” im kanadischen Whistler MTB Park hinunter. Und – der Junge ist acht Jahre alt!!! Einfach nur geil…

 

Quelle: Vital MTB

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Rheinsteig gerafft…

Ende Mai geht es auf den Rheinsteig bei Bonn. Von den insgesamt 320 Kilometern der Gesamtroute gilt es beim 13. Rheinsteig-Extremlauf 43 Kilometer zu bewältigen, gespickt mit satten 1200 Höhenmetern. Als Athlet aus dem Bergischen jagen einem diese Zahlen ja zunächst noch keinen Schauer über den Rücken, und doch deuten Erfahrungsberichte befreundeter Sportler und nicht zuletzt das auf der Veranstalterseite veröffentlichte Höhenprofil darauf hin, dass einen da doch ein ganz schönes Ding erwartet. Grund und Gelegenheit genug, die Strecke einen Monat vor dem eigentlichen Lauf einmal mit dem MTB abzufahren und sich einen Eindruck von dem zu verschaffen, was einen beim Rheinsteig-Extremlauf so erwartet…

Höhenprofil Rheinsteig Extrem

Das Höhenprofil meiner Garmin, die flachen Kilometer am Ende sind die Rückfahrt nach Bonn am Rhein entlang:-)

Während der Tour habe ich vom Lenker aus über 6000 Einzelbilder geschossen und diese dann zu einer Zeitrafferaufnahme der gesamten Strecke verbunden. Das Ergebnis sind 7:30 Minuten Rheinsteig Extrem, die einem einen guten Eindruck der Strecke vermitteln sollten:

Fazit: Die Strecke hat es wirklich in sich und ist in puncto Steilheit und Länge der Anstiege sicherlich nicht mit Läufen in unserer Region, also z.B. dem Röntgenlauf vergleichbar. Erfreulicherweise läuft man ca. 95% des Weges auf nicht asphaltiertem Untergrund, auf Waldwegen, Schotterpisten, Singletrails und auch kürzeren Schlammpassagen. Ich werde wohl meine Speedcross als Schuhwerk wählen, so bin ich auf alles vorbereitet. Atemberaubend sind tatsächlich die Landschaft, der tiefe Wald und immer wieder die Panoramablicke, die wirklich ihresgleichen suchen. Wirklich eine super Strecke, die wir bestimmt nicht das letzte Mal mit dem MTB gefahren sind. Der Lauf verspricht heftig zu werden, ruhig angehen ist hier für mich angesagt. Unbedingt muss ich vorher noch ein paar Bergläufe ins Training einbauen! Ich freu mich drauf!!!

Quelle Video: youtube.de / triteacher.de

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Alistair’s back…

Nach seinem Olympiasieg in London 2012 lies sich Alistair Brownlee im Oktober am Blinddarm operieren und musste eine dreimonatige Zwangspause im Training einlegen. Offensichtlich hat er danach wieder ordentlich angezogen und prompt sein erstes Rennen der Saison 2013 in San Diego in gewohnter Manier dominiert. Irrer Typ.

Quelle: youtube.com

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Sun Yang 1500m…

Ich bin immer auf der Suche nach brauchbaren Aufnahmen von Eliteschwimmern, die als Anschauungsmaterial dienen können. Dabei sind für uns Triathleten naturgemäß besonders die Langstrecken interessant, die Bewegungsabläufe sind verglichen mit den Sprintstrecken deutlich langsamer, besser nachvollziehbar und entsprechen letztendlich eher dem, was wir da im Wasser (versuchen) zu produzieren.

Sun Yang aus China liefert in diesem Video ein Rennen über 1500m ab, das in die Geschichte eingegangen ist. Neuer Weltrekord in 14:34:14, die letzten 50m in abartigen 25 Sekunden! Und doch ist es hier nicht primär die Zeit, die imponiert. Ich wüsste momentan keinen Schwimmer, der einen so sauberen und lehrbuchmäßigen Kraulstil schwimmt! Da stimmt aber auch wirklich ALLES. Wunderbares Material für uns zum Selbststudium.

Beobachtungsaufgaben:

  • Zugmuster über und unter Wasser – hervorragend zu beobachten
  • Wasserfassen (deutliches Abknicken im Handgelenk) und Anstellen des Ellenbogens
  • Atmung (flache Kopfhaltung / flüssiger Wechsel der Atemfrequenz 1er, 2er und 3er Zug)
  • Beinschlag (zunächst Schleppbeinschlag, und dann…)

Mein Favorit sind die letzten 50m. Sagenhaft, wie er da den Turbo auspackt, und das nach dem Rennen! Gänsehaut!!!

Quelle Video: youtube.de

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Cervélo P3 – neu aufgelegt…

P3-new

Der kanadische Hersteller Cervélo hat das erfolgreichste Triathlonrad aller Zeiten neu aufgelegt. Noch 2012 fanden sich in der Wechselzone auf Hawaii alleine 252 Cervélo P3, einmal ganz abgesehen von den zahlreichen weiteren P2, P4 und P5. Und dabei handelt es sich beim P3 um ein bereits deutlich “betagtes” Modell, wird es doch seit 2005 in nahezu unveränderter Form angeboten.

Im Laufe der letzten Jahre erlaubten neue Verfahren der Formgebung und nicht zuletzt der Boom der voll integrierten Steuereinheiten zunehmend mehr Herstellern, die bis dato fabelhaften aerodymaischen Werte des P3 zu toppen, was Cervélo schließlich veranlasste, jetzt eine komplett neu konstruierte Version des P3 zu veröffentlichen. Zielgruppe ganz offiziell: der Altersklassenathlet! Na dann mal her damit!

Rein technisch profitiert das Bike viel von den Erfahrungen des P5, jedoch ohne dabei seinen tatsächlichen Vorgänger zu leugnen. Ein P3 bleibt eben ein P3. Leider bedeutet das auch, dass man es nach wie vor nicht geschenkt bekommt:-) Bei einem kurzen Check im Netz fand ich die Ultegra Ausstattungsvariante für knapp 3500,- Euro. Wie gesagt, viel Holz, aber trotzdem nicht zu vergleichen mit den exorbitanten Preisen von P5 und Co. Schickes Teil, in Zukunft bestimmt auf dem einen oder anderen Wettkampf zu bewundern…

Quelle Bild: cervelo.com

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O’gschwomm is…

O'gschwomm is

Heute bei zünftigem Wetter die ersten Kilometer im Neo zurück gelegt. Das wurde aber auch Zeit, denn der Swim & Run Cologne liegt in diesem Jahr so früh wie nie. Bereits am 12. Mai, in genau 4 Wochen also, geht es mal wieder ab in den Fühlinger See. Bei den momentanen Temperaturen freu ich mich um so mehr, dass ich dieses Mal nur die “kurze” Strecke, also die 4 Kilometer schwimme, um dann an Land noch ein paar Meilen zurück zu legen. Mit etwas Wetterpech – und das ist im Moment ja wohl nicht ganz auszuschließen – wird das eine frische Veranstaltung, und die 12 Kilometer der letzten Jahre wäre ich da wirklich nicht gerne geschwommen. Gut, wollen wir mal schauen. Im Moment sieht es ja ganz gut aus und der flache Fühlinger heizt sich ja auch immer recht schnell auf…

Trainingstechnisch liege ich deutlich hinter meinen Umfängen vom Vorjahr, auch wenn ich gar nicht so richtig weiß, wie es dazu gekommen ist. Klar, unser Stammpool hat in diesem Jahr einen ganzen Monat länger geschlossen, ich war zudem für meine Verhältnisse relativ häufig krank und habe auch das eine oder andere Training faulheitsbedingt aufs Spinningbike verschoben. Da kommt schon was zusammen. Egal – JETZT bin ich hoch motiviert, und wenn ich die kommenden vier Wochen ordentlich durchtrainiere, sollten die 4 Kilometer kein allzu großes Ding sein. Immerhin hängt ja noch ein Halbmarathon dran, und gelaufen bin ich regelmäßig und viel. Vielleicht schwimme ich mal “nur” ordentlich und kann dann aber auf dem Lauf ein paar Minuten rausholen. We’ll see!

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Buchtipp: Born To Run…

 BornToRun

Sportbücher lese ich eigentlich schon ewig, das begann damals wohl mit den Büchern von Lance Armstrong oder den Berichten von Reinhold Messner. Da gab es wahre Meisterwerke, die man am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen mochte, aber natürlich auch trockene Kost mit viel Informationen und langweilige Selbstbeweihräucherungen, die man dann gerne auch mal halb gelesen weglegte. In letzte Kategorie fiel für mich im letzten Jahr noch Chris McCormack’s “I’m here to win” Nach wie vor für mich einer der größten Triathleten aller Zeiten, aber sein Buch, dass eigentlich eine nicht enden wollende Ansammlung seiner unzähligen sportlichen Erfolge ist, langweilte nach der ersten Hälfte wirklich furchtbar und landete wie beschrieben nur halb gelesen im Bücherregal.

Besonders schwer mache ich es mir schon immer mit Büchern (und Filmen etc.), um die ein riesiger Hype gemacht wird. Ich kann gar nicht genau sagen warum, aber irgendwie habe ich oft gar keinen Bock mehr, sie zu lesen. So erging es mir auch mit Christopher McDougall’s “Born To Run“, über das ich bei meinen Erkundungen im Internet immer wieder stolperte, das immer wieder zitiert und auf das verwiesen wurde und das von vielen durchaus renommierten Läufern schlichtweg als die Bibel der Laufbücher bezeichnet wird. Hmmh, nicht zuletzt bedingt durch meine Erfahrung mit McCormack’s Buch lag “Born To Run” dann auch tatsächlich fast ein dreiviertel Jahr in meinem Büro herum, bis ich es mir die Tage dann mal vornahm… Hätte ich das doch mal eher getan!

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Running longer…

In diesem Jahr wird es bei mir unter anderem darum gehen, im Laufen die Schallmauer “nach dem Marathon” zu durchbrechen. Der erste Hammer steht gleich im Mai beim Rheinsteig Extremlauf an, einem Lauf über “nur” 34 Kilometer Länge, aber gespickt mit satten 1200 Höhenmetern. Allein das Streckenprofil besorgt mir ne ordentliche Gänsehaut, und auch wenn es wie bei allen größeren Events erst einmal nur ums Überleben geht, werde ich des Rennen mit ordentlich viel Respekt angehen.

Erst im Herbst geht es dann beim Röntgenlauf auf meinen ersten echten Ultra. 63 Kilometer – bei der Topografie auch alles andere als ein Pappenstiel. Und wie das so ist im Ausdauersport, schon bereits lange vor dem eigentlichen Event beginnt man sich mehr und mehr mit der Materie zu beschäftigen, mehr zu lesen, zu surfen, zu forschen. Ich kann mich schon lange für Berichte über Ultraläufe begeistern, und tatsächlich zählen einige der besten Sportbücher, die ich bislang gelesen habe genau in diese Kategorie. Im Gegensatz zum Triathlon, und hier natürlich besonders dem Ironman, fehlt beim Ultralauf das technische Element fast gänzlich, und auch der mediale Hype hält sich angenehm in Grenzen. Vielleicht nicht ohne Grund sehen viele Ultraläufer ihren Sport als eine logische Fortsetzung ihrer Triathlon- und Ironman-Historie. Nun gut, ich werde meine Erfahrungen machen und freue mich darauf. Leicht wird es nicht, besonders nicht für mich, der ich wohl eher zum Ultraschwimmer geboren zu sein scheine.

Morgen startet weit im Süden eines der Events, dass einen über die Jahre immer mal wieder über Berichte in Zeitschriften oder wenn man Glück hat auch eine kurze Reportage auf Eurosport erreicht: der Marathon Des Sables in Marokko. Ein 230 Kilometer Rennen in 6 sehr unterschiedlich Etappen von 20 bis 80 Kilometern durch die Sahara, Sand, Hitze, Kälte, Sturm… brutal bis der Arzt kommt. Und natürlich, oder gerade deswegen, total faszinierend. Hier ein super gemachtes Video vom vergangenen Jahr.

Quelle Video: youtube.com

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